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Florida mit dem Wohnmobil:

Vorbereitende Maßnahmen...

Ende 2008, kurz vor Weihnachten, stand wieder einmal die Frage im Raum - wo machen wir nächstes Jahr Urlaub, mit wem, womit und vor allem wann? Unsere Gedanken schweiften von Nord nach Süd, von Ost nach West. Nicole wollte in den Süden, ich in den Norden. Nicole wollte mal wieder fliegen, ich eher mit nem Wohnmobil oder Gespann durch die Gegend fahren. Wie kann man nur die schönen Dinge dieser Wünsche kombinieren? Mein spontaner Einfall: irgendwo in die USA. Der Dollarkurs steht gut, die Flüge sind noch relativ günstig für 2009 und wenn wir clever sind, können wir auch noch nen Frühbucherrabatt mitnehmen. Der Gedanke ließ mich einige Tage nicht mehr los, bis ich endlich Nicole in meine Gedankenspiele mit einweihte. Zuerst blieb ihr Mund weit geöffnet, woran ich aber weder Begeisterung, noch Ablehnung ausmachen konnte. Dann, nachdem ich ihr das Ziel etwas näher umschrieben hatte, war die Begeisterung zu erkennen. Also bastelte ich schon mal an einer Grobplanung, um abzuschätzen, was uns knapp 4 1/2 Wochen Florida kosten werden.

Inzwischen ist Silvester 2008/2009, was wir mit Freunden aus Geesthacht bei Hamburg verbringen. Da sie auch gerne mal mit dem Reisemobil losziehen und auch noch kein konkretes Ziel für 2009 vor Augen haben, schlagen wir ihnen kurzerhand mal unsere Idee als gemeinsames Unternehmen vor und sie sind plötzlich Feuer und Flamme. Also steht schon mal ziemlich sicher fest, daß wir zu viert in die USA fliegen und nicht nur zu zweit. Na das wird bestimmt lustig.

Von nun an laufen die Vorbereitungen parallel zwischen Frankfurt und Hamburg. Die DSL-Leitungen glühen ebenso wie die Kreditkarten. Oli und ich planen per Excel Tabelle und unsere Mädels lachen sich über unsere Detailtreue kaputt. Ja mei - irgendwie muß ich ja auch vorher wissen, bei welchen Geokoordinaten gute Campingplätze sind, die wir anfahren könnten. Ohne ein bißchen vorausschauende Planung wäre das nicht möglich. Übrigens kann ich an dieser Stelle die Campbooks des AAA (amerikanischer Automobilclub - Äquivalent zum ADAC) wirklich nur positiv hervorheben. Äußerst umfangreich, aktuell und neben Preis- und Ausstattungsangaben finden sich Adresse und Koordinaten. Wirklich gut gemacht. Zu beziehen sind die Bücher entweder direkt beim Triple-A oder beim ADAC zum Selbstkostenpreis plus Versand - also alles in allem recht günstig. Außerdem bekommt man auf Wunsch noch ein Tourbook und sehr umfangreiches Kartenmaterial beim AAA. Wirklich sehr hilfsbereiter Verein. Danke an dieser Stelle hierfür.

Zurück zu unseren Vorbereitungen. Die Flüge mit US-Airways sind relativ schnell gebucht, denn die Preise sind nicht zu schlagen. Zwar gibt's kurz vor Abflug noch etwas widersprüchliche Informationen über unser Freigepäck, aber letztendlich wird auch diese Hürde noch genommen. Pro Nase haben wir 2 Gepäckstücke mit je 20kg frei - soviel können wir eh nicht schleppen. Der early-check-in, 24h vor Abflug hat's dann aber doch nochmal ordentlich in sich. Nachdem ich all unsere Daten eingegeben habe, würde ich gerne ein paar Sitzplätze reservieren, aber dies geht nur gegen Bezahlung. Hmmm, okay - was nimmt man nicht alles in Kauf, nur um nicht völlig verstreut für mehrere Stunden im Flieger zu verbringen. Also zahlen wir zähneknirschend 30,- US-$ / Nase, nur damit wir zu viert aufgeteilt auf zwei hintereinander liegende Sitzreihen aufgeteilt werden können. Das ist schon ziemlich heftig, denn diese "Sonderzahlung" wird nirgends vorher angekündigt. Auch eine Art, den günstigen Ticketpreis wieder in die Höhe zu treiben. Unser Flug soll von Frankfurt nach Philadelphia und weiter nach Orlando gehen. Für die zweite Teilstrecke sollen wir noch einmal 10,- US-$ / Nase zahlen. Hier ist aber endgültig das Faß voll. Ich zahle keinen einzigen Dollar mehr zusätzlich - dann sitze ich eben 3 Reihen vor meiner Frau. Alles muß man nicht bezahlen!

Zum Thema Wohnmobil gab's vorab schwere Diskussionen. Zuerst wollten wir ein großes Wohnmobil (29 - 32 feet) nehmen, um den Kostenrahmen übersichtlich zu halten. Ein zusätzlicher PKW würde uns dann schon tagsüber unabhängiger machen und wir müßten nicht tagtäglich zu viert ein und dasselbe Tagesprogramm abspulen. Da ich meinen Eltern die Option gegeben hatte, uns für ein paar Tage in Florida zu begleiten, wollte ich aber gerne ein WoMo haben, was vier vollwertige Schlafplätze hat und auch mal bei Bedarf auf einem völlig anderen Campingplatz übernachten kann als das von Mandy und Oli. Die Folge, wir brauchten doch zwei unabgängige WoMos, beide etwas kleiner. Nach unzähligen Rechenaktionen und Telefonaten entschieden wir uns schließlich für zwei 10-zylindrige 25-Feet-WoMos von Moturis-Campingworld.

Unsere Reiseroute ist grob geschätzt genau passend für die angebotenen Meilenpakete von 160 Meilen / Tag. Also zahlen wir nur einen relativ geringen Zusatzbeitrag auf den normalen Mietpreis, denn dieser beinhaltet schon 100mi/Tag. Da ich Florida schon von vor ein paar Jahren kenne und weiß, daß die Distanzen in diesem Bundesstaat überschaubar sind, sollten wir damit locker hinkommen. In anderen Gegenden, wie Westkanada oder rund um den Grand Canyon wäre das sicherlich etwas wenig.

Am Tag vor dem Abflug fliegen Mandy und Oli bei uns ein. Wir selber sind auch noch in den letzten Vorbereitungen für den Urlaub, unsere Zwergkaninchen müssen jetzt von unserer Nachbarin wieder für etwas mehr als 4 Wochen versorgt werden und irgendwie kam der Tag vor dem Abflug wieder viel zu schnell herangejagt. Also eigentlich alles wie immer...

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