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Kennenlernen unseres neuen Familienmitglieds:

Nun also stand er bei uns. Unser großer silberner Kasten, dem Nicole gleich mal seinen Namen verpaßt hat: "Jos". Okay, dann hat der LT also nun einen Namen. Ist auch für mich eine neue Erfahrung, aber mal sehen wozu's gut ist.

Jos im Oktober 2009

Eines der ersten Bilder ohne operative oder kosmetische Eingriffe - nichtmal geputzt ist er...

Originaler Fahrerplatz

So war der Originalzustand - to be modified...

Auf alle Fälle hindert es mich erstmal nicht daran, ihn in jedem Detail zu inspizieren. Bei Ingenieuren bedeutet inspizieren eigentlich immer erst einmal zerlegen. Also widerfährt unserem Jos genau dies. Der Laderaum wird vollkommen zerlegt. Alle angeschraubten und genieteten Teile werden abgebaut, denn für den Wohnmobilumbau fällt sowohl die Trennwand heraus, als auch alle Seitenverkleidungen und die Siebdruckplatte am Boden. Da wir außerdem einen 3-Sitzer gekauft haben, fliegt im gleichen Atemzug die Beifahrersitzbank heraus und wird gegen einen ISRI-Einzelschwingsitz getauscht. Bank samt ihrer großen Konsole geht zum großen Auktionshaus 3, 2, 1 ... und auf gleichem Wege finden diverse neue Sitzmöbel und Konsolen den Weg zu uns. Nach einigen Fehlkäufen, mache ich irgendwann einen offensichtlichen Volltreffer. Jemand bietet in zwei verschiedenen Auktionen, die auch noch im Abstand von drei Tagen auslaufen, ein Pärchen neuer ISRI-Schwingsitze mit Sitzheizung und Mercedes Velourspolstern an. Natürlich bin ich heiß und ersteigere beide Sitze. Nach der Abholung durch einen hilfsbereiten Kollegen nahe Potsdam stellt sich heraus, daß es sich nicht wie versprochen um ein Pärchen, sondern um zwei Beifahrersitze handelt, denen erschwerend hinzu noch die kompletten Schienen zur Längsverstellung inklusive des Verstellbügels fehlen. Ein herber Rückschlag für den "Volltreffer". Der Verkäufer bietet mir zwar die Rückabwicklung eines Sitzes an, aber was habe ich davon? Wieder zwei verschiedene Sitze... . Nein, ausgeschlossen.

Irgendwie müssen die ja auch montiert worden sein, also lassen sie sich bestimmt auch auf selbem Wege wieder demontieren und von Beifahrer- auf Fahrersitz umbauen. Gesagt - getan, nach ein paar Stunden Arbeit hatte ich ein Pärchen (mein originaler Fahrersitz hat nun also ein zweites Leben mit neuen Polstern und neuer Sitzheizung. Da die Armlehne nur auf der linken Seite angebaut war, habe ich zusätzlich noch eine originale Fahrerarmlehne angebaut (ist die eigentlich aus Gold oder Platin, bei den Ersatzteilpreisen?). Komfort läßt sich also auch noch steigern :-)

Für die Sitzschienen und den Verstellbügel will VW übrigens knapp 200,-€ (Stand 01/2010, reiner Materialpreis) - für EINEN Sitz. Danke, Angebot abgelehnt. Da kaufe ich mir lieber noch ein paar Stühle bei 3, 2, 1 ... und nehme diese Schienen.

Nachdem nun endlich der Laderaum leer war und bis auf Armaturenträger und Fahrersitz nicht mehr wirklich viel im Innenraum verblieben ist, machte ich mich auf die Suche nach verstecktem Rost. Unter den Trittbrettern der Einstiege wurde ich endlich fündig. Wäre auch ein sehr großes Wunder gewesen, wenn unser LT völlig von der braunen Pest verschont worden wäre - das hätte ja weitere Fragen aufgeworfen. Aber nun weiß ich - auch er hat seine Problemzonen. Also habe ich einen Großeinkauf beim Korrosionsschutz-Depot.de gemacht und habe dem LT das komplette Portfolio von Fluid Film auf's Blech balsamiert. Dank Druckbecherpistole ließ es sich alles extrem leicht verarbeiten, allerdings sollte man beim nächsten Mal vielleicht besser das Umfeld großflächig abdecken. Dann dauern die Aufräumarbeiten nicht mehr so lange.

Aller Anfang ist schwer, wenn viel Arbeit auf einen wartet

Schon etwas besser aufgeräumt und auf der Suche nach Rost an den typischen Stellen

Gefunden - Scheuerstellen unter den Einstiegsverkleidungen auf beiden Seiten

Jetzt gibt's aber erstmal das komplette Korrossionsschutzprogramm von unten und oben